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Wirksam führen

Teamerfolg: drei Hebel, die wirksame Führungskräfte einsetzen

Neulich habe ich mich mit einer ex-Kollegin unterhalten: sie arbeitet als Führungskraft in einem Telekommunikationsunternehmen und wie üblich hat sie viele Abkürzungen genutzt. Eine kannte ich noch nicht: VUCA.

 

Wir haben darüber reflektiert, wie Teamerfolg in der VUCA Welt zu schaffen ist. Wir kamen zu dem Schluss, dass wirksame Führungskräfte auf Engagement, Widerstandskraft und Selbstwirksamkeit setzten – mit System.

Aber vorab….

 

Was bedeutet VUCA ?

 

Das Akronym steht für Volatilität, Ungewissheit, Komplexität und Ambiguität – und ja, die Beschreibung ist für die Telko Branche sehr zutreffend. https://de.wikipedia.org/wiki/VUCA

Kursänderungen, schnelle Entscheidungen und Sprünge ins kalte Wasser prägen den Alltag. Ich habe es als sehr spannend erlebt: ich konnte mich einbringen und ständig Neues lernen. Die Schnelllebigkeit verursacht bei vielen Mitarbeitenden jedoch auch Unsicherheit und Frust. Insbesondere ist die Telekommunikationsbranche durch Volatilität geprägt. Technologien und Angebote sind nach wenigen Monaten bereits veraltet, der Wettbewerb am Markt ist stark, die Margen immer kleiner: der Kunde bekommt mehr -Datenvolumen, Service, Abdeckung, schnellere Leitungen – für weniger Geld. Der Zahlendruck ist hoch während die Kunden sich nicht mehr langfristig binden.

Durch derartige kurze Produktlebenszyklen ist die Zeit für überlegte Entscheidungen knapp. Führungskräfte stehen in der VUCA Welt daher unter großem Druck, müssen schnell auf Veränderungen reagieren, dennoch Qualität gewährleisten und knappe Ressourcen effizient einsetzten.

 

Zugehörigkeit und Wertschätzung

 

Silke stellt sich gerade die Frage, wie sie erfolgreich führen kann, in Einklang mit sich selbst sowie dem eigenen Team und zugleich den übergeordneten Unternehmenszielen gerecht werden. Wir sprachen darüber, wie sie mit ihrem Team diesen Spagat schafft. Zwischen innovativ und flexibel am Ball bleiben und doch Perspektiven, Halt und Zukunftsaussichten für Ihre Mitarbeitenden sicherstellen.

Wir waren uns einig, dass die Menschen im Grunde, egal ob in der Arbeit oder bei uns im Dojang, dass gleiche brauchen, um sich entfalten zu können: Sie möchten sich als Teil einer starken Gemeinschaft fühlen, wo sie Wertschätzung spüren und sich weiterentwickeln können. Sie möchten dazu gehören, ohne Angst vor Fehlern zu haben oder eine andere Meinung zu vertreten.

 

💡Was tun Sie, um in Ihrem Team eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich jeder zugehörig, sicher und geschätzt fühlt?

Ein System mit klaren Rahmenbedingungen

Ja, um aufzubauen, brauchen sie zuerst eine stabile Struktur als Fundament, ein System mit klaren Rahmenbedingungen: innerhalb dieses Systems können sich dann ihre Mitarbeitenden entfalten und deren Expertise einbringen. Ein gutes System ist nachvollziehbar und einfach aufzuzeichnen.

Sie geben als Führungskraft den Rahmen vor, sie zeigen die Richtung auf und Ihre Mitarbeitenden gestalten eigenverantwortlich und nach deren Fähigkeiten den Weg. Damit wird eine Umgebung geschaffen, wo der Einzelne gefördert werden kann.

Der Vergleich zu den Systemen in den Kampfkünsten war naheliegend. In den Kampfkünsten ist der Rahmen genauso klar vorgegeben: die Bausteine sind die Grundtechniken; die Gürtelfarben zeigen das Niveau und den Fortschritt; auch an den Werten, Ritualen und Dojo-Etikette kann sich jeder richten. Das Fundament ist stabil und tief verwurzelt. Der Meister geht auf jeden Schüler individuell ein und regt ihn dazu an, das Beste zu geben.

 

 

💡Sind in Ihrem Team die Rahmenbedingungen – Rollen, Aufgaben, Ziele, Mission klar definiert?

💡Funktioniert ihr System, auch wenn Sie abwesend sind?

 

Im Dojo oder im Büro – Entwicklung muss sein

 

Im Dojo (Übungsraum) ist der Meister für alle als Wegweiser da. Der Meister spannt die Schüler gerade so weit, dass sie lernen und herausgefordert sind. Er stellt sicher, dass die Schüler Ihre Möglichkeiten ausschöpfen, ohne sich zu schnell zu überfordern, deren Fähigkeiten entsprechend. Der Schüler wird unterstützt, die eigenen Grenzen schrittweise zu überschreiten und entwickelt sich konstant weiter, auch dank der Gemeinschaft.

Wie die Schüler in einem Dojo durchlaufen auch die Mitarbeiter in einer Firma Lern-und Entwicklungsphasen, die sie motivieren und vorwärts treiben.

Die effektivsten Führungskräfte verwenden eine ähnliche Vorgehensweise. Indem sie die Stärken und Grenzen jedes Einzelnen in Ihrem Team verstehen, sind sie in der Lage, sie so einzusetzen, dass sie ihren Beitrag optimal leisten und zugleich auf die eigenen Fähigkeiten aufbauen.

Gute Teams zeichnen sich durch kollegiales Verhalten aus und dürfen auf gegenseitige Unterstützung zählen. Mit dem nötigen Vertrauen und Rückendeckung trauen sie sich, eigenverantwortlich zu handeln; Sie wissen, wie sie gemeinsam Herausforderungen herangehen und Sie wissen auch, wie sie aus Misserfolgen lernen und wie sie sich für einen neuen Versuch gegenseitig motivieren.

Um Ihre Mitarbeitenden zu fördern, kann Silke an den folgenden 3 Hebeln schrauben.

 

 

Engagement

Widerstandskraft

Selbstwirksamkeit

 

 

 

HEBEL 1Engagement steigern

 

Als Führungskraft sollten sie das Team von Anfang an, in Ihre Vision einbinden und vor allem Ziele und Unterziele vereinbaren. Mit jedem Zwischenschritt kann man neue Erkennisse berücksichtigen, neue Möglichkeiten sondieren. So kann das Team auf mögliche Kursänderungen schneller reagieren, mit weniger Zeit- und Ressourcen Verlust.

 

👉Ermutigen Sie Ihre Mitarbeitenden, in Lösungen zu denken und sich einzubringen.

Ihr Team aktiv in Prozesse zu involvieren, hat viele Vorteile. Denn neben einem höheren Engagement und einer besseren Performance fördert der Austausch insbesonders etwas noch Wesentlicheres: Vertrauen.

👉 Hören Sie zu und nehmen Sie sich Zeit für Ihre Mitarbeitergespräche. Feedback geben und annehmen ist wichtig für eine gute Zusammenarbeit und wohl gemerkt, aus einer Vorbildfunktion heraus und nicht aus einer Machtposition.

👉 Gehen Sie davon aus, dass jeder – unabhängig vom persönlichen Hintergrund oder Titel – den gleichen Sachverhalt aus einem anderen Blickwinkel betrachtet und zu Alternativlösungen bzw. zu Meinungsverschiedenheiten führen kann. Ermöglichen Sie einen konstruktiven Gedankenaustausch und begründen Sie sachlich ihre Entscheidungen. Mitarbeitenden suchen sinnstiftende Aufgaben, wollen Hintergrunde verstehen, sich einbringen und mitgestalten.

 

 

Hebel 2 – Widerstandskraft trainieren

 

 

Überlegen Sie, welche Massnahmen könnten Sie einleiten, um ihren Mitarbeiter den entsprechenden „Stretch“ zu geben, um Sie zu fördern und auf die nächste Stufe zu bringen.

Manche Menschen verbleiben oft in ihren Komfortzonen, in Bereichen, in denen sie sich sicher fühlen. Dann brauchen sie etwas mehr Ansporn, um ihre Ängste und ihren Widerstand gegen Veränderungen zu überwinden.

Welche Treiber können Sie einsetzen?

👉Ermöglichen Sie Zugang zu stellvertretenden Erfahrungen

👉Erweiterern sie sukzessiv den Verantowortungsbereich/ Aufgabenspektrum

👉Vernetzen Sie Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter untereinander so, dass ihre Widerstandsfähigkeit durch gegenseitige Unterstützung gestärkt wird.

👉Lesson learned: Nehmen Sie dabei Fehler und Misserfolge in Kauf. Betrachten sie diese aus verschiedenem Blickwinkel und bewerten sie neu: Was können Sie und Ihr Team für das nächste Mal daraus lernen?

 

 

Hebel 3 – Selbstwirksamkeit unterstützen

 

 

Selbstwirksamkeit bedeutet, nicht nur zu wissen, dass wir etwas können, sondern auch davon überzeugt zu sein, dass wir in der Lage sind, dieses Können erfolgreich einzusetzen. Je mehr Erfolge wir erleben, desto mehr Sicherheit bauen wir auf.  Was sich Ihre Mitarbeitenden zutrauen und wie sich dieses Zutrauen mit der Zeit und in verschiedenen Situationen verändert, hängt u.a. von der Entwicklung ab sowie Ihre Bereitschaft, loszulassen.

 

👉Dienen Sie als Beispiel und Mentor

👉Fördern Sie bereichsübergreifende Zusammenarbeit. Die Komplexität der VUCA Welt erfordert ein umfassendes Wissen in vielen Fachgebieten. Es braucht Teams, die Expertise aus verschiedenen Funktionen und Bereichen zusammenfliessen lassen.

👉Schenken Sie Vertrauen und Zuversicht: wenn sie jemanden mehr zutrauen, sagen sie es!

 

Was andere Menschen über uns sagen, beeinflusst bekanntlich unsere eigene Selbsteinschätzung. Wenn andere glauben, dass wir erfolgreich sein können, überzeugen sie uns oft davon. Der Pygmalion-Effekt, bei dem jemand an uns glaubt, bewirkt, dass wir an uns selbst glauben und top Leistungen liefern.

 

💡An welchen Punkt stehen Sie mit Ihrem Team?  Sind Sie bereit, sich mit Fragen zum Thema Führung auszutauschen und Ihr System zu hinterfragen?  Sind Ihre Mitarbeiter engagiert und für die VUCA Welt bestens ausgerüstet?

 

Ein paar Denkanstösse haben wir in unserem kostenlosen Guide für Sie zusammengefasst. Per Kontaktformular einfach einfordern!

Wir sind froh, wenn Sie den einen oder anderen Impuls darin finden, um positive Veränderungen anzustossen. Wenn Sie sich intensiver mit sich selbst und Ihrem Team beschäftigen möchten, unterstützen wir Sie gerne mit der Budo Coaching Methode weiter.

Die Essenz liegt darin, von der Kampfkunst zu lernen, ihre Führungssituationen im Alltag gelassener und wirksamer zu meistern. Wir brechen gemeinsam Denk-und Handlungsroutinen durch: so sortieren Sie Überflüssiges oder Überholtes aus und setzten auf effizientes Handeln.

 

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