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Resilienz kultivieren: so bringen wir Körper und Geist im Einklang

Herausforderungen meistern

 

Nicht nur gravierende Lebensumstände, Krisen oder Verluste werfen uns oft aus der Bahn. Auch Phasen hoher Belastung in der Arbeit können uns völlig ausschöpfen: unser Leben stellt unsere Widerstandsfähigkeit täglich auf die Probe, wenn wir uns zu viel auf einmal zumuten oder wenn wir uns überfordert fühlen.

 

  • ständige Erreichbarkeit
  • ununterbrochene externe Reize
  • oft eine Verschmelzung von Arbeits- und Privatleben
  • dynamisches Arbeitsumfeld, das nach kontinuierlichen Veränderungen und Anpassungen verlangt
  • Multitasking und verschieden Rollen, die im Alltag zu jonglieren sind, als Eltern, in der Arbeit, im sozialen Umfeld….

 

Manche Kollegen scheinen jedoch weniger davon betroffen zu sein. Wer hat noch nicht mit Neid, diese Superhelden des Alltages, die einfach Herausforderungen meistern und perfekt organisiert und getackt von einer Aufgabe zur anderen wechseln?

 

Nicht alle Menschen sind gleichermassen resilient: Die innere Widerstandskraft ist unterschiedlich stark ausgeprägt. Was dem einen Menschen wie eine erdrückende Belastung erscheinen mag – ­etwa einen Jobwechsel oder eine Auslandserfahrung in einer neuen Umgebung – ist für andere eine willkommene Herausforderung und wird als Chance gesehen.

 

Das gute ist, dass Resilienz – unabhängig von der angeborenen Veranlagung – sich im Verlauf des Lebens entwickelt und kann erhöht werden. Es gibt verschiedene Wege dies zu tun. Unser nutzt die Lehre der asiatischen Kampfkunst.

 

Das Yin und Yang

 

In unserem Dojang steht ganz prominent ein grosses Lichttor, welches das Yin und Jang Symbol darstellt.

Das erinnert daran, dass alles zwei Seiten hat. Diese zwei Pole sind in der Natur und auch in jedem Menschen vorhanden: sie gehören zum Leben und sind nicht als männlich und weiblich zuzuordnen. Beide brauchen sich gegenseitig und existieren in Verbindung zueinander als Gegensätzen der gleichen Wirklichkeit.

Wie Spannung und Entspannung, Schmerz und Freude oder Tag und Nacht, die sich in verschiedenen Formen entfalten und die sich in einem rhythmischen Zyklus ablösen.

Wichtig ist diese Energieformen in Gelichgewicht zu halten und darauf zu achten, dass die eine oder andere Seite nicht überwiegt.

Dies geschieht in unserer Yang-orientierten Gesellschaft allerdings ziemlich häufig, weswegen wir aus der Balance geraten.

Yang ist der Treiber-bringt uns ins Tun. Zuviel Yang lässt uns jedoch nicht zur Ruhe kommen, verbraucht unsere Ressourcen, kann zur Erschöpfung führen. Yin sorgt dafür, dass wir zur Ruhe kommen und unsere Bedürfnisse berücksichtigen. Zu viel Yin macht uns passiv und schwerfällig. Was nun? Sie sind der Schlüssel – Ursache und Heilmittel zugleich.

 

Bewegung, Atmung und Fokussierung bzw. Meditation helfen dabei Emotionen zu regulieren und die Verbindung zwischen Körper und Geist wieder zu spüren.

 

Was kommt gerade zu kurz? Was überfordert Sie?

 

Jeder geht früher oder später durch schwierige Momente. Und Krisen gehen nie spurlos vorbei: Resiliente Personen können aber besser damit umgehen, da sie sich nicht dahinter verkriechen. Sie stecken den Schlag weg und suchen nach Lösungen.

Wenn der Sturm vorbei ist, werden sie eine Lektion gelernt haben.

 

Dabei ist einer der wichtigsten Fähigkeiten, rational und flexibel zu denken.

 

➡️Wir können uns gegen eine Situation wehren, dann üben wir Resistenz und meistens verharren wir vergebens in aussichtslosen Spannungen

➡️In manchen Fällen bleibt uns nichts anderes übrig als Situationen anzunehmen so wie sie sind, weil sie ausserhalb unseres Einflussbereiches liegen

➡️In anderen Situationen liegt es wohl in unserer Macht aktiv einzuwirken und zu entscheiden, was wir daran ändern oder ob es sich lohnt, sich anzupassen

 

 

Genau diese Aspekte reflektieren und schulen wir anhand von Situationen aus der Kampfkunst, die uns als Werkzeug nutzen, um unsere Wahrnehmung zu schärfen.

 

Wenn es Ihnen nicht gut geht und Sie das Gefühl haben, dass Ihre Ressourcen knapp werden – dass es Ihnen an Energie und Stabilität fehlt, um den Alltag zu bewältigen – dann ist es an der Zeit etwas zu verändern. Frühzeitig – damit Sie Ihre Energie in die richtigen Bahnen lenken. Damit Körper und Geist wieder im Einklang sind.

 

Auf Lösungssuche

 

Während Retreats oder in unseren Wochenendkursen merken wir immer wieder wie Teilnehmer fern von Ablenkungen und externen Reizen, völlig auf sich selbst fokussieren können. Sie betrachten Ihre Anliegen und Sorgen aus veränderter Perspektive mit ungeteilter Aufmerksamkeit; sie fangen an, Dinge über sich selbst zu beobachten und Optionen zu sehen. Möglichkeiten eröffnen sich.

 

Die Kombination zwischen Körperübungen und Reflexion ist die perfekte Gelegenheit, um zu erfahren, wann und wo man an die Grenzen kommt und wie breit das Spektrum des Handlungsspielraums eigentlich ist, wenn man die eigene Energie nicht verschwendet, sondern lenkt.

Loslassen gehört dazu: weil der Weg zur Resilienz bedeutet auch anzunehmen, dass das Leben sich ständig ändert. Undnicht immer zu unseren Gunsten.

 

Die Annahme, dass im Leben alles zwei Seiten hat, fordert uns immer wieder dazu auf, wahrzunehmen, welche Seite überwiegt. Wenn wir vor allem die negativen Seite Aufmerksamkeit schenken, behindern wir uns selbst. Wenn wir uns ausschliesslich dem widmen, was wir als positiv empfinden, blenden wir wichtige Aspekte aus und merken nicht, wenn sich etwas zusammenbraut, das wir konfrontieren sollten.

 

Leider reicht es nicht aus  vom Verstand her das zu wissen – Sie müssen es auch erfahren. Ihre Wahrnehmung schärfen, sich selbst im Kern besser kennenlernen.

Das ist keine schnelle Lösung. Aber je mehr Sie diesen Weg gehen, desto leichter werden Sie sich durch die Welt bewegen, unabhängig von äusseren Kräften.

 

Ein schneller Selbsttest

 

👉 Wie resilient sind Sie?

✅ ❌ Wie viele der folgenden Aussagen treffen auf Sie zu?

 

 

  • Sie können ein hohes Arbeitspensum gut managen – sie haben eine Struktur gefunden und wissen, wie Sie darin Prioritäten setzen

 

  • Sie handeln eigenständig und verfolgen Ihre Aufgaben mit Energie und Motivation

 

  • Sie bleiben auch unter Druck emotional stabil und beharrlich

 

  • Bei Fehlern oder Niederlagen suchen Sie, wonach Sie besser werden können-Schuldzuweisungen oder Dramatisierung nutzten ja nicht

 

  • Sie finden sich in neuen Situationen und bei Veränderungen zurecht: darin sehen sie Chancen

 

  • Sie gehen mit eigenen Unsicherheiten konstruktiv um; bei Überforderung holen sie sich die nötige Unterstützung bzw. fördern das ein

 

  • Sie wissen, Ihre Gesundheit ist wichtig –wenn sie gut für sich selbst sorgen, können sie auch Ihrer Familie und sozialem Umfeld am besten unterstützen

 

Nicht so gut abgeschnitten?  Keine Sorge, setzen Sie sich damit auseinander und ändern Sie das Resultat – in unserem Resilienz Training unterstützen wir Sie gerne dabei.

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