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moderne Führung

Führung: Die Zeichen der Zeit erkennen

Führungskräfte in vielen Organisationen erleben gerade, wie Talente das Unternehmen einfach verlassen. Ausgebrannt, überarbeitet und in vielen Fällen unterschätzt, beschliessen sie, nach Organisationen zu suchen, die sich besser um sie kümmern. Die Pandemie, die viele gezwungen hatte, von zu Hause aus zu arbeiten oder anders operativ zu sein, hat Veränderungen beschleunigt, die bereits mit der Digitalisierung einhergingen.

Der Wandel hat längst stattgefunden und wird weitergehen.

 

Darum gilt es die Zeichen der Zeit zu erkennen und sich dafür fit zu machen.

 

➡️ Quiet Quitting

 

Viele Führungskräfte und Personalabteilungen sind aktuell mit dem Quiet Quitting Phänomen konfrontiert.

Beim Quiet Quitting wird gekündigt, wenn es sein muss, etwa weil der Arbeitgeber ungewollte Pflichten wie Präsenzzeit im Büro oder Kontrollmechanismen auferlegt. Die Menschen verabschieden sich grundlegend von der Idee mehr als nötig zu leisten, Anforderungen immer überzuerfüllen. Eine Art Dienst nach Vorschrift, das früher nur den sogenannten low performers zugeschrieben war.

 

Keine Bindung zum Unternehmen, wenig ehrgeizig, die berühmte extra-Meile zu gehen, Mangel an Engagement. Ist das so? Woher kommt diese Haltung?

 

Viele Menschen sehen einfach keinen Sinn mehr darin, sich «kaputt» zu arbeiten, um eine Führungsposition zu erreichen. Vielversprechende Nachwuchstalente, engagierte Fachkräfte sehen das nicht mehr ein, dass sie sich zuerst jahrelang beweisen müssen, bis sie eine Beförderung bekommene. Die Arbeit ist längst nicht mehr das Wichtigste im Leben: Privates und Freizeit müssen mit der Arbeit zusammenpassen. Wenn nicht, wird gekündigt. Punkt.

 

 

➡️ Lebensqualität ist das Schlüsselwort

 

Die jüngeren Generationen möchten sinnstiftende Arbeit errichten und betonen wie ihre Berufswelt, Raum und Zeit für persönliches Glück lassen muss, also Freunde, Familie, Interessen.

 

➡️ Erfolg ist nicht gleich mit Status/ Funktion/ Geld zu setzen

 

Erfolg orientiert sich nicht mehr an gesellschaftlichen Standards, sondern an individuellen Massstäben, die sehr unterschiedlich sein können und hängen davon ab, was der Einzelne für ein gelungenes Leben hält und wonach er strebt.

Die Arbeit wie wir sie kennen verändert sich weiter. Keiner ist mehr bereit Lebenszeit für die Karriere zu opfern. Lebensqualität kommt vor.

 

 

➡️ Engagement hat nichts mit dem zeitlichen Einsatz zu tun

 

Ich gehöre zur Generation X und ich weiss noch, wie in den 90er der Wunsch nach privater Lebensqualität, Teilzeit oder flexible Arbeitszeiten, geschweige vom Homeoffice beim Vorgesetzten vorzubringen, eine Karrierebremse gewesen wäre. Im Job beharren und sich durch Loyalität hocharbeiten war gerne gesehen. Der letzte, welcher das Büro verliess, und der erste, welcher morgens am Schreibtisch schon sass, galt als engagiert.

Ganz anders heute. Zum Glück. Leistung und Ergebnisse hängen nicht vom örtlichen oder zeitlichen Einsatz ab.

 

 

➡️ Wiedersprüche sind gang und gäbe

 

Mehrdeutigkeit ist in unserer digitalen Welt immer präsenter. Vielen Menschen fällt es schwer, mit dieser Komplexität und Unsicherheit umzugehen; Sie hadern und begegnen deswegen allem Unbekannten mit Skepsis und Ablehnung.  Ein konstruktiver Umgang mit Mehrdeutigkeit bedarf Widersprüche anzunehmen, diese differenzierter und offener zu betrachten. Nur so können Menschen auch bei Unsicherheit gelassen und handlungsfähig bleiben. Nur so können sie zu guten Lösungen kommen oder Kompromisse finden. Nur dann können sie für sich, die eigene Richtung finden, für sich das Richtige entscheiden, Klarheit in diesem Ozean von Optionen schaffen.

 

 

➡️ Die Herausforderungen am Arbeitsmarkt verlagern sich auf die Arbeitgeber

 

Viele Unternehmen stellen sich schon seit Jahren auf diesen Wandel ein, in dem sie an Strategien arbeiten wie sie Ihre Attraktivität als Arbeitgeber steigern und wie sie Ihre Mitarbeiter optimal fördern und dadurch binden können. (Lesen Sie auch Mitarbeiterbindung – darauf kommt es an!)

Arbeitnehmer haben immer mehr die Wahl, wo und wie sie tätig sein wollen: sie bestimmen und beeinflussen aktiv die eigenen Entwicklungsmöglichkeiten und lösen sich von Firmenabhängigkeiten.

Unternehmen müssen im Gegenzug immer flexibler werden und sich von einer vertikal hierarchischen, oben- unten, zu einer horizontalen Struktur entwickeln, zu Organisationen, die auf gleicher Ebene kommunizieren.

Werte wie Transparenz, Fairness, Integrität stehen im Vordergrund: Machtgehabe und Geheimniskrämerei in geschlossenen Zirkeln zerfallen; die Entscheidungswege werden immer flacher verlaufen.

(Werte als Erfolgsfaktor in der Führung)

 

Für diese Herausforderungen gibt es keine allgemeine Lösung: Führungsstil und der Wandel von Kultur und Arbeitsmodellen sind je nach Branche, Unternehmensgrösse oder Demografie unterschiedlich. Es gibt jedoch gemeinsame Nenner. Ein guter Startpunkt ist eine Vertrauensbasis zu schaffen und sich selbst als Mensch treu zu bleiben.

 

 

💪 VERTRAUEN

 

Ein Führungsstil, der von Vertrauen geprägt ist, verlangt Transparenz in der Kommunikation und die Fähigkeit loszulassen. Als Führungskraft müssen Sie nicht alles im kleinsten Detail wissen oder kontrollieren. Lieber fördern Sie Ihre Mitarbeitenden zum Mitdenken, eigenverantwortlich zu handeln.

Wenn Ihre Mitarbeitenden befähigt sind, eigene Lösungen zu erarbeiten, neue Ideen zu entwickeln und sich ermutigt fühlen, bringen sie automatisch das Beste aus ihren Talenten bei der Arbeit ein, selbst im Homeoffice.

 

👏 MENSCHLICHKEIT

 

Wenn Organisationen Menschen und Beziehungen die gleiche, wenn nicht sogar höhere Priorität wie Profit einräumen, florieren sowohl die Unternehmen als auch die Menschen.

Erfolgreiche Führungskräfte verhalten sich menschlich: sie zeigen Mitgefühl und Vertrauen in ihre Mitarbeitenden; zugleich sind sie in der Lage klare Rahmen zu definieren und die Richtung aufzuzeichnen.

 

FAZIT

 

Führungskräfte sind heute dazu aufgerufen, über ihre eigene Rolle nachzudenken: Einer von Leader als Coach, Leader als Vorbild oder Leader als Primus inter Pares.

Denn erfolgreiche Führungskräfte bauen Vertrauen nicht aufgrund ihrer Position auf, sondern weil sie voraus denken, Visionen aufbringen, Leidenschaft und Interesse in andere zeigen; sie vermitteln ständig eine starke nonverbale Botschaft:

«Du bist mir und dem Unternehmen wichtig. Deine Arbeit und deine Meinung zählen.  Nur gemeinsam sind wir alle handlungsfähig und stark. Nur gemeinsam erreichen wir unsere Ziele»

Für viele Führungskräfte und Organisationen ist dieser Wandel jedoch beunruhigend und wird noch nicht von oben bis unten konsequent gelebt. Es ist aber die Führung einer Organisation, die das Teamverhalten prägt; und es ist das Teamverhalten, dass sich auf die Ergebnisse auswirkt.

Im Wissen, dass der sichere Arbeitsplatz für die Belegschaft nicht mehr so entscheidend ist, sind Führungskräfte gut beraten, sich von alten rigiden Regeln und Modellen zu verabschieden und vielmehr auf die individuellen Bedürfnisse und Lebensziele zu schauen.

 

👉die Mitarbeitenden möchten sich auf der einen Seite immer stärker selbst in deren Individualität verwirklichen,

👉 Zugleich schätzen sie die Arbeit innerhalb einer Gemeinschaft, wo sie sich einbringen können, wo sie sich zugehörig und wertgeschätzt fühlen. Auf Augenhöhe.

 

Was nun?

 

Ein weiteres, wirtschaftlich schwieriges Jahr neigt sich dem Ende zu. Und 2023 wird weiter herausfordernd. Was uns zu dem gemacht hat, wer wir heute sind, wird nicht reichen, um uns dort zu halten. Der Ausblick birgt in der Regel beides – Entwicklungspotential und Chancen. Das ist die Zeit darüber nachzudenken, genauer hinzuschauen, am besten aus der Distanz, aus anderen Perspektiven.

 

 

👉 Wie sieht meine Organisation/ mein Team in Zukunft aus? Wofür stehe ich?

👉 Was sind meine Mission/ Werte und Ziele und wie lassen sie sich mit meiner Unternehmensvision vereinbaren?

👉 Ist mein Team hinter mir? Wer gehört dazu, von wem muss ich mich eventuell trennen?

👉 Was macht meinen Führungsstil aus?

👉 Was kann ich ändern und in welchem Ausmass bin ich bereit daran zu arbeiten?

👉 Wie trete ich als Leader auf?

 

Das können Sie gerne mit uns gemeinsam tun – anders. Mit Neugierde und mit der Kampfkunst als Leitmotiv im Hintergrund.

 

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