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Frau, die für sich einstehen kann

Durchsetzungsvermögen stärken: 5 Tipps mit der Kampfkunst als Vorbild

Auf Augenhöhe kommunizieren

 

Stell dir vor, du sitzt in einem Meeting und da ist jemand, der dir permanent ins Wort fällt, sich auch noch über deine Vorschläge lustig macht und dich nicht ernst nimmt …

Irgendwann merkst du, dass deine innere Grenze erreicht ist, deine innere rote Linie fängt an zu blinken. Du spürst: Das ist der Punkt, an dem du einschreiten solltest.

Stattdessen bleibst du still, schweigst und ärgerst dich im Nachhinein darüber, dass du überrannt worden bist. Du konntest deine Argumente nicht durchsetzen.

Im der Kampfkunst ist diese Linie klar definiert – wir lernen mit Respekt anderen zu begegnen, aber wenn die Rote-Linie überschritten wird, wird das dem Gegner direkt aufgezeigt.

 

Wann ist deine rote Linie überschritten und woran merkst du das?

Es kann sein, dass deine persönliche Grenze oft verletzt wird oder dass du beobachtest, wie die Grenze von anderen Kollegen tangiert werden – du regst dich innerlich auf, findest aber den Mut nicht, einzuschreiten. An der Stelle ist es immer hilfreich, sich den eigenen inneren Grenzwächter bewusst zu machen, der darauf achtet:

 

  • dass dir nicht zu nahe getreten wird,
  • dass der richtige Ton bewahrt wird,
  • dass niemand beleidigt, unfair behandelt oder ausgegrenzt wird

Wenn du durchsetzungsfähig bist, drückst du dich klar und effektiv aus und vertrittst deinen Standpunkt, während du die Meinung anderer respektierst. Nicht jeder ist jedoch von Natur aus durchsetzungsfähig und das Erlernen, mit Leichtigkeit zu sprechen oder nein zu sagen, erfordert etwas Übung.

 

Durchsetzungsvermögen zu üben verbessert nicht nur deine Kommunikation, sondern wirkt sich auch auf den Selbstwertgefühl und die Art und Weise aus, wie du wahrgenommen wirst.

Wenn du beruflich vorankommen willst, reicht fachliche Expertise allein nicht aus. Entscheidend ist, dass du deine Leistungen sichtbar machst und dich im Unternehmen professionell positionierst. Ein sicheres und souveränes Auftreten ist dabei ein zentraler Erfolgsfaktor.

 

Kampfkunst als Vorbild, um Kampfgeist zu üben

 

Respekt ist in der Kampfkunst eine Grundregel. Das gilt für alle, ungeachtet des Ranges; respektvoller Umgang stellt sicher, dass fair miteinander gekämpft wird, dass jeder auf Augenhöhe behandelt wird und dass zum Beispiel jemand mit einem schwarzen Gurt seine Kraft und Erfahrung gegen einen Anfänger nicht ausspielt.

Kampfkünste setzen Durchsetzungsvermögen ein, um Gewalt zu vermeiden. Im Gegensatz zu dem, was oft in Filmen dargestellt wird, vertritt der Weg der Kampfkunst eigentlich die gewaltlose Auseinandersetzung.

„Das höchste Ziel der Kampfkunst ist, sie nicht einsetzen zu müssen.“
Miyamoto Musashi
-Samurai Kämpfer

Sich durchzusetzen – souverän bei der Sache bleiben, heisst eher effektiv und konstruktiv zu kommunizieren und zugleich die Bereitschaft zeigen, an Lösungen zu arbeiten.

Nicht nur der Inhalt zählt, sondern auch die Art, wie du ihn vermittelst. Durchsetzungsfähige Kommunikation ist klar, direkt und respektvoll. Wer zu passiv oder zu aggressiv auftritt, riskiert, dass die Botschaft verloren geht.

Dasselbe wird im Kampfkunsttraining geschult. Wenn du einer Auseinandersetzung zu aggressiv begegnest, lässt du zu, dass deine Emotionen die Kontrolle übernehmen. Wenn du zu passiv bist, lauerst du, zögerst und überlässt das Ergebnis dem Zufall. Wenn du dir jedoch deiner eigenen Stärke bewusst bist und deinen Gegner respektierst, ihn weder über- noch unterschätzt, kannst du mit klarem Kopf handeln und dich fair messen.

Im verbalen Schlagabtausch ist es nicht anders: Statt unterwürfig oder aggressiv zu reagieren, solltest du dich höflich, klar und bestimmt behaupten. Dafür brauchst du einen klaren Kopf, Flexibilität im Denken und die Bereitschaft, wenn sinnvoll, Kompromisse einzugehen.

 

❌ Passives Verhalten

 

„Ja-Sager“ – also Menschen, die sich unterwürfig oder passiv verhalten – drängen sich schnell in die Opferrolle, weil sie ängstlich, schüchtern und unfähig wirken, für sich selbst einzustehen.

Wenn du dazu neigst, immer Ja zu sagen oder jeden Vorschlag anzunehmen, obwohl du innerlich anderer Meinung bist, sendest du zudem die Botschaft aus, dass deine Gedanken und Wünsche weniger wichtig sind als die der anderen.

Wenn du deine Meinung nicht äusserst, gibst du anderen die Erlaubnis, deine Wünsche und Bedürfnisse zu missachten. Kein Wunder, dass das zu Groll, Frustration, Stress und Unzufriedenheit führt.

 

❌ Aggressives Verhalten

 

Auf der anderen Seite, wenn du zu aggressiv bist, setzt du dich gegen andere mit Gewalt durch. So setzen sich bestimmte Führungskräfte nur aufgrund ihrer Machtposition über die Bedürfnisse, Gefühle und Meinungen anderer hinweg. Diese Menschen wirken selbstgerecht, arrogant und überheblich. Sehr aggressive Menschen können sogar körperlich bedrohlich werden, andere einschüchtern, zum Schweigen bringen und siedurch Zwang überwältigen. Jedoch, Menschen herumzukommandieren und schlimmer noch, Sie zu bedrohen, untergräbt das Vertrauen und den gegenseitigen Respekt, was zur Ablehnung und Frontenbildung führt.

 

„Wenn zwei Tiger kämpfen, wird einer mit Sicherheit verstümmelt und einer stirbt“.
Gichin Funakoshi 
– Gründer des Karate

 

✅ Sicheres Auftreten

 

Sich selbst zu behaupten, bedeutet gar nicht aggressiv und übermächtig zu handeln, sondern klar, sicher und überzeugend zu kommunizieren. Es geht nicht darum, gewisse Situationen zu dominieren, sondern sich in diesen Situationen der eigenen Stärken und Schwächen bewusst zu sein und angemessen zu handeln.

 

Warum ist es vorteilhaft, sich selbst durchzusetzen?

 

➡️ Du wirst dein Selbstvertrauen und dein Selbstwertgefühl dadurch stärken.

➡️Du wirst deine Gefühlslage besser erkennen, angemessen handeln und dich ausgeglichener fühlen.

➡️ Die Menschen um dich herum werden deine Meinung, deine Entscheidungen und auch deine Grenzen respektieren

➡️ Entscheidungen treffen, wird dir leichter fallen; insgesamt wird sich dein Ansehen verbessern. Deine Fähigkeit, dich durchzusetzen, wird sich auch am Arbeitsplatz auswirken – denn du sicherer und selbstbestimmter auftrittst.

➡️ Probleme anzusprechen und andere zu konfrontieren, wird ebenfalls zum Kinderspiel, wenn du lernst dich mit klarer Kommunikation zu behaupten.

 

 

Selbsterkenntnis zuerst

Wie tickst du, wie sprichst du und an welche deiner Verhaltensmuster störst du dich?

 

Wenn du mit deinem Selbst-Assessment fertig bist, stell dir konkret vor, was in deinem Auftreten anders wird: etwas das dir im Tiefsten antreibt. Wenn du einfach mit der Haltung vorgehst, dass du irgendwann- irgendwie -mal irgendwas gegen deine Unsicherheit machen solltest, wirst du sonst kaum nennenswerten Veränderungen erleben.

 

Beginne mit dem Üben: unser Gehirn lernt durch Wiederholungen

 

Durch Übung bereitest du dich auf unterschiedliche Situationen vor, deine Ängste verlieren an Gewicht, und mit der Zeit lässt du dich nicht mehr so leicht aus der Bahn werfen.

Im Arbeitsalltag wird es dir bei Herausforderungen immer leichter fallen, ruhig und objektiv zu handeln oder – wenn es darauf ankommt – dich zu verteidigen und schlagfertig zu kontern.

Es muss nicht gleich ein regelmässiges Training daraus werden. Eine Kampfkunst zu erlernen ist ein lebenslanges Unterfangen. Es gibt jedoch sehr wirkungsvolle Kurse wie Selbtsbehauptung- und Selbstverteidigunskurse, die sehr wirksame und praktische Tipps (Video) anbieten, falls du je die Neugierde packt. Abwechselung und Perspektivenwechsel sind dabei garantiert.

Selbstbehauptungskurs

 

Willst du gleich loslegen? Hier sind 5 Tipps, die dir dabei helfen, in der Übung zu kommen

Geh direkt in den virtuellen Ring und fordere dich jeden Tag heraus.

Lerne zu kämpfen, damit du nicht kämpfen musst.

 

 

1️⃣ Entwickle dich mit Freude weiter! Step by step, egal wie viele Hindernisse du auf dem Weg erlebst

 

Wenn wir beginnen, etwas Neues zu lernen, sei es ein System zu bedienen oder eine Kampfkunst zu lernen, erfolgt meistens eine Phase des schnellen Fortschritts. Irgendwann geht es aber langsamer weiter. Es schleichen sich Fehlstellungen ein, man stösst an körperliche Grenzen. Die Euphorie lässt nach. Geduld mit sich selbst und Zeit zu üben, bis wir doch die Grundtechniken verinnerlicht haben, sind dann der einzige Weg vorwärts. Erst dann erklimmen wir durch weiteres Üben, die nächste Stufe, den nächsten Gurt. Manche geben frühzeitig auf, andere geben sich mit dem Mittelmass zufrieden und verlassen Ihre Komfortzone nicht, andere üben und vertiefen weiter bis zum Meistergrad.

 

Tipp:

 

👉 Lerne neue Dinge und nehme dich Zeit zum Ausprobieren; unternehme etwas, die dir aus  deiner gewohnten Routine zwingt. Wenn du dich überfordert fühlst, halte kurz inne und suche nach Lösungsmöglichkeiten aus einem anderen Blickwinkel. Erfolgserlebnisse, wenn du dein Vorhaben doch geschafft hast oder wenn du eine Hürde überwunden hast, werden nicht nur deine Kollegen begeistern, sondern dein Selbstbewusstsein stärken und bestätigen, dass du doch mehr leisten kannst als du dich zutraust.

 👉Fange mit kleinen Schritten an. Übe zunächst in Situationen mit geringem Risiko. Probiere dein Durchsetzungsvermögen zum Beispiel an einem Freund oder bei täglichen Besorgungen aus, bevor du dich schwierigeren Arbeitssituationen stellst. Beurteile, wo weitere Verbesserungen benötigst, und mach weiter, ohne gehetzt zu werden. In deinem eigenen Tempo.

 

2️⃣ Bleibe geistig flexibel und nehme Veränderungen an

 

Lerne, dich neuen Situationen anzupassen, halte Schritt mit neuen Anforderungen. Auch die kleinen Veränderungen des Alltags: sich anzupassen ist nicht immer bequem.

In einem Wettkampf auf der Matte sind manche Situationen unvorhersehbar, manche Schläge kommen überraschend und treffen die meisten unvorbereitet. Entsprechend wichtig ist es schnell die Strategie und Taktik zu ändern, sich dem Gegner anpassen, um schnell reagieren zu können.

Werde formlos, gestaltlos – wie Wasser. Wenn man Wasser in eine Tasse gießt, wird es zur Tasse. Giesst man Wasser in eine Teekanne, wird es zur Teekanne. Wasser kann fliessen und schmettern. Sei Wasser, mein Freund.
Bruce Lee – Gründer des Jeet Kun Do

Tipps:

 

👉 Fange freiwillig an deinen Aufgabenbereich zu erweitern, teste deine Fähigkeiten in neuen Gewässern. Wenn du ein Gewohnheitstier bist und nur ungerne deine Tagesstruktur veränderst, probiere zunächst kleine Gewohnheiten zu durchbrechen, wie einen anderen Arbeitsweg zu nehmen oder etwas zu kochen, dass du noch nie gegessen hast.

Wenn dein Chef dir eine neue Aufgabe zutraut, neue Prozesse und Strukturen eingeführt werden oder du Angst vor einer neuen Stelle hast, bleibe offen; gehe positiv und mit Zuversicht an die Sache ran. Nur so wächst du weiter über dich hinaus. (mehr zum Thema Selbstvertrauen im Job aufbauen)

 

3️⃣ Gehe durch mögliche Szenarien und Stolpersteine, die passieren könnten

 

Stell dir vor, wie du damit umgehen könntest, und spiele passende Lösungen durch. Wenn du dich so vorbereitest, wirst du in beunruhigenden Situationen gelassener bleiben.

Auf der Matte im Dojo ist es nicht anders: Wenn du lernen willst, dich zu wehren, musst du – wie im Selbstverteidigungstraining – immer wieder für den Ernstfall üben, um effektive Techniken zu verinnerlichen und mögliche Gefahrensituationen durchzuspielen.

 

Tipp:

 

👉Übe eine Rede oder eine Situation, die du fürchtest, mit einer vertrauten Person. Sei klar und direkt: Vertrete deinen Standpunkt mit Überzeugung und präsentiere deine Argumente so, dass sie für andere nachvollziehbar sind. Je detaillierter du dein Anliegen formulierst, desto grösser ist die Chance, dass du dich durchsetzt.

Geh auch bewusst in ein hitziges Wortgefecht und spüre, wie es sich anfühlt. Bitte deinen Übungspartner um Feedback und setze hilfreiche Ratschläge um.

 

4️⃣ Setze deine Körpersprache ein.

 

Kommunikation ist nicht nur verbal. Trete selbstbewusst auf, auch wenn du dich noch nicht so fühlst. Eine aufrechte Haltung, leicht nach vorne geneigt, sowie Blickkontakt sind dabei wichtig – ebenso ein offener, positiver Gesichtsausdruck.

Verschränke Arme und Beine nicht, da du sonst Verschlossenheit und Ablehnung signalisierst.

Gerade im Job gibt es immer wieder Situationen, in denen du selbstbewusst für dich selbst einstehen musst.

(Mehr zum Thema Körpersprache trainieren: erfolgreicher auftreten!)

 

Tipp:

 

👉Baue Bewegung in deinen Wochenplan ein, gönn dir genügend Ruhepausen und entwickle gesunde Essgewohnheiten. Trainiere deine Ausdauer, Flexibilität und Grundmuskulatur.

Wenn du dich körperlich stark und energiegeladen fühlst, wirst du auch klarer, stabiler und ausgeglichener handeln. Achte daher auf dein Körpergefühl und auf deine Bedürfnisse.

 

5️⃣ Halte deine Emotionen im Zaum

 

Konflikte sind für die meisten Menschen schwierig. Manche werden wütend oder frustriert, andere können kaum das Weinen unterdrücken und fühlen sich hilflos. Wieder andere schweigen.

Auch wenn diese Gefühle normal sind, können sie der Lösung von Konflikten im Weg stehen. Wenn du dich zu sehr gereizt und emotional fühlst, nimm etwas Abstand, bevor du reagierst. Arbeite dann daran, ruhig zu bleiben. Atme langsam und sprich mit ruhiger, fester Stimme.

 

Tipp:

 

👉Reguliere deinen Atem. Bestimmt hast du schon festgestellt, dass deine Atmung unregelmässig, kurz und schnell wird, wenn du ängstlich oder wütend bist. Wenn du hingegen Freude oder Entspannung empfindest, ist sie gleichmässig, tief und langsam.

Wenn du also das nächste Mal Stress oder Angst verspürst, versuche, das Verhältnis zwischen Ein- und Ausatmen bewusst zu verändern. Beim Einatmen beschleunigt sich dein Herzschlag, beim Ausatmen verlangsamt er sich.

Nimm dir ein paar Minuten Zeit und atme bis vier ein und bis acht aus – das beruhigt dein Nervensystem und du wirst dich spürbar besser fühlen.

 

Unseren Budo-Ansatz entdecken

Wie sieht Durchsetzungskraft in der Praxis aus?

Kampfkünste bieten ein breites Spektrum an Techniken und praktischen Beispielen.

 

In unseren Budo-Coaching Kurse nutzen wir Übungen und Situationen aus der Kampfkunst als Coaching-Instrument; jeder kann daher unabhängig vom Fitness Niveau mitmachen. Es geht dabei nicht, um eine Kampfkunst zu lernen, sondern von der Kampfkunst zu lernen wie Mindset, Werte, Lebenseinstellung, Selbstführung und Charakterstärke. Diese Art von coaching ermöglicht, sich anders zu erleben und Erkenntnisse über sich aus einer ganz anderen Perspektive zu gewinnen.
Die meisten Frauen erleben zum Beispiel in unserem Selbstbehauptungskurs, dass sie viel stärker im Körper und Geist sind als sie dachten, was sich positiv auf Ihr Auftreten im Alltag sofort auswirkt.

Das Ausprobieren, die Teilnahme an Problemlösungsübungen und Rollenspiele in einem Budo-Coaching helfen dir, deine Durchsetzungskraft zu entwickeln. Dabei bekommst du den ersten Motivationskick in Richtung Veränderung und Eigenverantwortung. Für mehr Mut und Sicherheit im Alltag, ohne auf den Tisch zu hauen, höflich, aber bestimmt.

 

Selbstbehauptungskurs – gleich anmelden!
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